DJI Avata 360 vs. Neo 2: Welche Drohne sollten Sie wählen?

DJI Avata 360 vs Neo 2 : comparaison du design sous différents angles

Auf den ersten Blick weisen die DJI Neo 2 und die DJI Avata 360 eine gewisse Ähnlichkeit auf. Gleiche, von den CineWhoops inspirierte Bauweise, gleiche geschützte Propeller … Dennoch wurden diese beiden Drohnen eindeutig nicht für denselben Verwendungszweck konzipiert. Auf der einen Seite eine Drohne, die für automatische Aufnahmen, die Motivverfolgung und eine einfache Bedienung konzipiert ist. Auf der anderen Seite eine echte FPV-Drohne, die 360°-Aufnahmen ermöglicht und vor allem auf ein immersives Erlebnis sowie kreative Möglichkeiten setzt. Doch worin bestehen eigentlich die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen diesen beiden Modellen? Welches bietet die interessantesten Funktionen? Welches liefert die beste Bildqualität? Und vor allem: Welches entspricht am besten Ihren Anforderungen? Alle Antworten finden Sie in diesem umfassenden Vergleich zwischen DJI Avata 360 und Neo 2.

DJI Avata 360 vs. Neo 2: Das Wichtigste auf einen Blick

Keine Zeit (oder keine Lust 😅), alles zu lesen? Hier sind die wichtigsten Unterschiede zwischen der DJI Avata 360 und der Neo 2, die Sie sich merken sollten 👇

  • 🛩️ Der Neo 2 ist fast dreimal so leicht (151 g gegenüber 455 g) und gehört zur europäischen Klasse C0, die flexibler ist als die Klasse C1 des Avata 360.
  • 💾Die Avata 360 unterstützt microSD-Karten mit einer Kapazität von bis zu 1 TB, im Gegensatz zur Neo 2, die sich mit ihren 49 GB internem Speicher begnügt.
  • 🎮 Der Neo 2 kann ohne Fernbedienung, im autonomen Flugmodus oder über die DJI Fly-App gesteuert werden, während der Avata 360 eher für die klassische Steuerung oder den FPV-Modus konzipiert ist.
  • 📡Die Avata 360 verfügt bereits serienmäßig über das DJI O4+-Übertragungssystem, während die Neo 2 standardmäßig über WLAN betrieben wird und optional mit einem DJI O4-Modul ausgestattet werden kann.
  • 🔋Der Avata 360 bietet eine etwas längere Laufzeit (23 Minuten gegenüber den angegebenen 19 Minuten).
  • 🚀Der Avata 360 ist schneller und reaktionsfreudiger und eignet sich daher besser für Liebhaber dynamischer Flüge und eines intensiven Flugerlebnisses.
  • 🎥 Die Neo 2 setzt auf Automatikmodi (SelfieShot, MasterShots, Dolly Zoom…) und eine hervorragende Motivverfolgung, während die Avata 360 vor allem auf ihre 360°-Videoaufnahmen setzt .
  • 📷 Dank ihrer beiden 1/1,1-Zoll-Sensoren bietet die Avata 360 eine bessere Bildqualität, insbesondere bei schwacher Beleuchtung, sowie mehr Möglichkeiten bei der Nachbearbeitung dank D-Log M und RAW.
  • 💸 Mit einem Einstiegspreis von 239 € ist das Neo 2 fast halb so teuer wie das Avata 360 (459 €).

📌 Wenn Sie auf der Suche nach einer einfachen, kompakten und erschwinglichen Drohne sind, ist die Neo 2 wahrscheinlich die beste Wahl. Wenn Sie vor allem originelle 360°-Videos erstellen und mehr Freiheit bei der Bearbeitung genießen möchten, ist die Avata 360 die erste Wahl.

DJI Avata 360 vs. Neo 2: Design

DJI Avata 360 vs. Neo 2: Ein Vergleich des Designs aus verschiedenen Blickwinkeln
DJI Avata 360DJI Neo 2
Gewicht455 g151 g (ohne Transceiver)
160 g (mit Transceiver)
Abmessungen (L x B x H)246 × 199 × 55,5 mm147×171×41 mm (ohne Transceiver)
167×171×54 mm (mit Transceiver)
SpeicherplatzInterner Speicher 42 GB
Speicherkarte bis zu 1 TB
Interner Speicher: 49 GB
Klasse (EU)C1C0

Was das Design betrifft, weisen die DJI Avata 360 und die Neo 2 eine recht ähnliche Silhouette auf, mit einer von den CineWhoops inspirierten Bauweise und vollständig geschützten Propellern. Eine Entscheidung, die die Flugsicherheit erhöht und das Risiko bei leichten Zusammenstößen verringert. Trotz dieser Ähnlichkeit verfolgen die beiden Drohnen jedoch ganz unterschiedliche Ziele. Die Neo 2 setzt vor allem auf Kompaktheit und Einfachheit, während die Avata 360 ein robusteres Design bevorzugt, das speziell auf die Aufnahme ausgerichtet ist 360°-Video.

Der Unterschied springt sofort ins Auge. Mit nur 151 g (160 g inklusive Sende-Empfänger) ist die Neo 2 fast dreimal so leicht wie die Avata 360 und fällt weiterhin unter die Klasse C0, die flexibelste Kategorie in Europa. Ein echter Vorteil für alle, die eine leicht zu transportierende Drohne suchen, die weniger gesetzlichen Auflagen unterliegt. Die Avata 360, die mit ihren 455 g etwas schwerer ist, fällt hingegen in die Klasse C1. Im Gegenzug vermittelt ihr Chassis mehr Vertrauen und scheint besser für den intensiven Einsatz oder ein sportlicheres Flugverhalten geeignet zu sein.

Der größte Unterschied betrifft jedoch die Kamera. Die Neo 2 verfügt über ein klassisches, nach vorne gerichtetes Modul, während die Avata 360 auf einem weitaus ausgefeilteren System mit zwei Objektiven basiert , die Aufnahmen in 360° ermöglichen. Um diese besonders exponierten Objektive zu schützen, hat DJI einen Mechanismus entwickelt, der die Kamera automatisch wegschwenkt, sobald die Drohne auf dem Boden steht, und sie erst beim Abheben wieder in die Aufnahmeposition zurückbringt. Die Objektive können zudem vom Benutzer im Falle von Kratzern ausgetauscht werden – ein echter Vorteil bei einer Drohne, die dazu bestimmt ist, in unmittelbarer Nähe von Hindernissen zu fliegen.

Schließlich verfolgen die beiden Modelle unterschiedliche Ansätze hinsichtlich des Speicherplatzes. Das Neo 2 verfügt über 49 GB internen Speicher, das Avata 360 hingegen über 42 GB. Dagegen unterstützt nur letzteres microSD-Karten mit einer Kapazität von bis zu 1 TB. Ein Detail, das angesichts der Möglichkeit, Videos in bis zu 8K aufzunehmen – die deutlich mehr Speicherplatz beanspruchen als die des Neo 2 –, schnell an Bedeutung gewinnt.

🏆 Neo 2: leichter, kompakter und von der Seite der gesetzlichen Vorschriften vorteilhafter.
🏆 Avata 360: erweiterbarer Speicher dank Unterstützung von microSD-Karten.

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DJI Avata 360 vs. Neo 2: Datenübertragung und Steuerung

DJI Avata 360DJI Neo 2
Kontrollverfahren Fernsteuerung (klassischer Flug)
FPV-Flug
Autonomer Flug
DJI Fly-Anwendung
Fernsteuerung (klassischer Flug)
FPV-Flug
Kompatible FernbedienungenDJI RC-N2 / DJI RC-N3
DJI RC 2
DJI FPV Fernsteuerung 3
DJI RC Motion 3
DJI RC-N2 / DJI RC-N3
DJI RC 2
DJI FPV Fernsteuerung 3
DJI RC Motion 3
Kompatible FPV-BrillenDJI Goggles 3
DJI Goggles N3
DJI Goggles 3
DJI Goggles N3
VideoübertragungssystemDJI O4+Standardmäßig mit WLAN
t über DJI O4 mittels eines optionalen Sende-Empfangsgeräts
Maximale ÜbertragungsreichweiteFCC: 20 km
CE: 10 km
FCC: 10 km
CE: 6 km
Qualität der Live-VorschauEinzelobjektiv: 1080p bis zu 100 fps
360°: 1080p bis zu 60 fps
bis zu 1080p bei 60 Bildern pro Sekunde

Der DJI Avata 360 und der Neo 2 nutzen einen Großteil des DJI-Ökosystems gemeinsam. Beide sind mit denselben Fernsteuerungen (DJI RC 2, RC-N2, RC-N3, DJI FPV Fernsteuerung 3) sowie mit den DJI Goggles 3 und DJI Goggles N3 kompatibel. Dennoch unterscheiden sich ihre Steuerungskonzepte erheblich.

Der Neo 2 ist eindeutig der benutzerfreundlichere der beiden. Er kann dank seiner integrierten Tasten ohne Fernsteuerung im autonomen Flugmodus oder direkt über die DJI Fly-App bedient werden. Es ist sogar möglich, ihn mithilfe von Gesten oder Sprachbefehlen zu steuern, sodass Sie schnell abheben können, um ein Selfie oder eine kurze Sequenz aufzunehmen, ohne Ihre gesamte Ausrüstung hervorholen zu müssen. Für diejenigen, die noch einen Schritt weiter gehen möchten, eröffnet derO4-Sender-Empfänger (in einigen Paketen enthalten) anschließend die Möglichkeit zur klassischen Steuerung per Fernsteuerung oder zum FPV-Flug. Ein schrittweiser Ansatz, ideal für den Einstieg, bevor man mehr Erfahrung sammelt.

Der DJI Avata 360 verfolgt einen anderen Ansatz. Er wurde von Anfang an so konzipiert, dass er sowohl mit einer herkömmlichen Fernsteuerung als auch im immersiven FPV-Modus eingesetzt werden kann. Dieser doppelte Ansatz ist insbesondere bei 360°-Aufnahmen von großem Interesse. Für eine einfache Aufnahme genügt es beispielsweise, mit einer herkömmlichen Fernsteuerung zu starten, die Flugbahn zu fliegen und anschließend den Bildausschnitt in der Nachbearbeitung auszuwählen. Wer hingegen ein intensiveres Erlebnis sucht, kann auf die Goggles umsteigen und das Fliegen aus der Ich-Perspektive in vollen Zügen genießen.

Ein weiterer Unterschied besteht auf der Seite der Videoübertragung. Der Avata 360 verfügt direkt über das DJI O4+-System mit einer angegebenen Reichweite von bis zu 10 km nach CE-Norm (20 km nach FCC-Norm) und einer Videoübertragung in 1080p mit bis zu 100 fps im Standardmodus. Der Neo 2 hingegen arbeitet bei eigenständigem Einsatz über WLAN – eine Lösung, die sich perfekt für den autonomen Flug eignet, jedoch eine geringere Reichweite aufweist. Durch den Einsatz desDJI O4-Sende-Empfängers profitiert er jedoch von einer Langstreckenübertragung, die für die große Mehrheit der Nutzer völlig ausreichend ist. Auf dem Papier geht das O4+-System des Avata 360 noch einen Schritt weiter, insbesondere hinsichtlich der maximalen Reichweite und der Störfestigkeit, doch diese Unterschiede sind bei den meisten alltäglichen Anwendungsfällen kaum wahrnehmbar.

Letztendlich lassen sich beide Drohnen auf vielfältige Weise steuern, richten sich jedoch nicht an dieselbe Zielgruppe. Die Neo 2 legt vor allem Wert auf Einfachheit und führt den Nutzer schrittweise an fortgeschrittenere Steuerungsmodi heran. Die Avata 360 hingegen richtet sich eher an Piloten, die zwischen klassischem Flug und FPV-Flug wechseln möchten und dabei bereits ab dem Auspacken von einer leistungsstärkeren Übertragung profitieren.

🏆 Neo 2: einfacher zu erlernen und vielseitiger auf der Seite der Handhabung.

DJI Avata 360 vs. Neo 2: Akkulaufzeit und Aufladen

DJI Avata 360DJI Neo 2
Batterie2700 mAh1606 mAh
Autonomie23 Minuten19 Minuten (17 Minuten mit Propellerschutz)
LadezeitDirektes Aufladen: 73 Minuten (1 Akku) Ladestation: 47 Minuten (1 Akku) / 100 Minuten (3 Akkus)Direktes Aufladen: 70 Min. (1 Akku) Ladestation: 68 Min. (3 Akkus)

Die Flugdauer ist nicht die Stärke dieser beiden Drohnen, was jedoch im Einklang mit ihrem Konzept und den vorgesehenen Einsatzzwecken steht. Auf dem Papier hat die DJI Avata 360 mit einer angegebenen Flugzeit von 23 Minuten einen leichten Vorteil gegenüber der Neo 2, die 19 Minuten erreicht (bzw. 17 Minuten bei montierten Propellerschutzvorrichtungen).

Wie so oft sind diese Zahlen mit Vorsicht zu betrachten. Nutzerberichte sprechen eher von 15 bis 18 Minuten Flugzeit für den Avata 360 und von 10 bis 15 Minuten für den Neo 2, je nach Steuerungsmodus, Windverhältnissen oder Temperatur. Die Abweichung ist also durchaus real, auch wenn sie stark von den Flugbedingungen abhängt.

Dieser Unterschied lässt sich auch durch ihre Konzeption erklären. Der Neo 2 ist in erster Linie dafür ausgelegt, schnell einige autonome Aufnahmen zu machen oder ein Motiv für einige Minuten zu verfolgen. In diesem Zusammenhang reicht seine Flugzeit in der Regel aus. Sobald man jedoch auf den klassischen Steuerungsmodus oder den FPV-Modus umschaltet, werden schnell einige zusätzliche Akkus unverzichtbar. Die Avata 360 auf der anderen Seite profitiert von einigen zusätzlichen Flugminuten – ein willkommener Vorteil für immersive Flüge oder längere Aufnahmen.

Auf der Seite des Aufladens liegen beide Modelle praktisch gleichauf. Rechnen Sie mit etwa 70 bis 73 Minuten, um einen Akku direkt über die Drohne aufzuladen. Mit der jeweiligen Ladestation dauert das Aufladen eines Akkus (100 Minuten für drei Akkus) beim Avata 360 etwa 47 Minuten, während das Aufladen der drei Akkus des Neo 2 68 Minuten in Anspruch nimmt.

🏆 Avata 360: längste Flugdauer.

DJI Avata 360 vs. Neo 2: Flugleistung

DJI Avata 360DJI Neo 2
Maximale Geschwindigkeit6 m/s (Kinomodus)
16 m/s (Normalmodus)
18 m/s (Sportmodus)
8 m/s (Normalmodus)
12 m/s (Sportmodus)
12 m/s (Motivverfolgung)
Max. Aufstiegsgeschwindigkeit2 m/s (Kinomodus)
6 m/s (Normalmodus)
10 m/s (Sportmodus)
0,5 m/s (Kinomodus)
3 m/s (Normalmodus)
5 m/s (Sportmodus)
Max. Absenkgeschwindigkeit1,5 m/s (Kinomodus)
6 m/s (Normalmodus)
10 m/s (Sportmodus)
0,5 m/s (Kinomodus)
3 m/s (Normalmodus)
3 m/s (Sportmodus)
Windwiderstand max.10,7 m/s (Stufe 5)10,7 m/s (Stufe 5)

Sowohl der DJI Avata 360 als auch der Neo 2 lassen sich angenehm steuern, vermitteln jedoch ein unterschiedliches Fluggefühl. Der Neo 2 legt vor allem Wert auf Einfachheit und Stabilität, während der Avata 360 ein dynamischeres Flugverhalten bietet, das besser zu seiner FPV-Ausrichtung passt.

Dies macht sich insbesondere bei der Leistung bemerkbar. Im Sportmodus erreicht der Avata 360 bis zu 18 m/s (fast 65 km/h), während der Neo 2 auf 12 m/s (etwa 43 km/h) kommt. Er beschleunigt zudem schneller, steigt zügiger an und fliegt reaktionsschneller bergab. Diese Unterschiede haben zwar bei normalem Einsatz kaum Auswirkungen, bieten jedoch mehr Freiheit bei der Umsetzung schneller Flugbahnen oder dynamischerer Aufnahmen.

Dennoch bleibt die Neo 2 nicht zurück. Ihr neuer Sportmodus stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber der Vorgängergeneration dar, und auch ihre Motivverfolgung erreicht nun Geschwindigkeiten von bis zu 12 m/s. Eine Geschwindigkeit, die bei weitem ausreicht, um einen Radfahrer, einen Jogger oder auch ein Fahrzeug mit mäßiger Geschwindigkeit zu verfolgen. Für die Art von Aufnahmen, für die es vorgesehen ist, erfüllt das Neo 2 somit seine Aufgabe perfekt.

Beide Drohnen weisen zudem eine Windbeständigkeit von 10,7 m/s (Stufe 5) auf. Auf dem Papier zeigen sie in diesem Punkt also identische Leistungswerte. In der Praxis könnte sich die Avata 360 jedoch dank ihrer deutlich größeren Abmessungen und ihres höheren Gewichts bei zunehmendem Wind als etwas stabiler erweisen. Ein Unterschied, der sich jedoch ohne Vergleichstests unter denselben Bedingungen nur schwer quantifizieren lässt.

Schließlich gehört die Geräuschentwicklung zu den Punkten, die von den Nutzern regelmäßig angesprochen werden. Mit ihren geschützten Propellern erzeugen diese beiden Drohnen einen höheren Ton als Drohnen mit herkömmlichen Propellern. In den Rückmeldungen zur Avata 360 wird ein recht deutlicher Geräuschpegel erwähnt, während auch die Neo 2 gut hörbar bleibt, auch wenn DJI diesen Aspekt im Vergleich zur ersten Generation offenbar leicht verbessert hat.

🏆 Avata 360: schneller und komfortabler für dynamische Flüge.

DJI Avata 360 vs. Neo 2: Funktionen

DJI Avata 360DJI Neo 2
Art der ErfassungEinzelobjektiv + 360°.Einziges Ziel
FotomodiEinmalige AufnahmeEinzelne Aufnahme, Intervallaufnahmen, SelfieShot
VideomodiStandardvideo, QuickShots (über klassische RC)Standardvideo, QuickShots, MasterShots, Dolly-Zoom, ActiveTrack-Motivverfolgung
Verfolgung des ThemasVerfolgung des Themas ActiveTrack 360°.Objektverfolgung mit ActiveTrack
Erkennung von HindernissenOmnidirektional + LiDAR vorne + Infrarotsensor untenRundumsicht (monokulares Sehen) + LiDAR vorne + Infrarotsensor unten

Auch wenn die DJI Avata 360 und die Neo 2 einen Teil des DJI-Ökosystems gemeinsam haben, verfolgen sie doch eindeutig nicht dasselbe Ziel. Die Neo 2 zielt in erster Linie darauf ab, das Filmen dank zahlreicher Automatikfunktionen einfach und zugänglich zu gestalten. Die Avata 360 hingegen setzt auf die Freiheit, die die 360°-Aufnahme bietet – eine Technologie, die die Art und Weise, wie man filmt … und vor allem, wie man seine Videos schneidet, grundlegend verändert.

Zwei Ansätze zur Videoproduktion

Der wichtigste Unterschied zwischen diesen beiden Drohnen betrifft die Art und Weise, wie sie Bilder aufnehmen. Die Neo 2 funktioniert wie eine herkömmliche Drohne mit einem nach vorne gerichteten Objektiv. Sobald der Bildausschnitt während des Fluges festgelegt wurde, lässt er sich anschließend nur schwer ändern.

Die Avata 360 verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Sie kann zwar mit einem einzigen Objektiv filmen, doch ihr wahrer Vorteil liegt in ihrem 360°-Modus. Da er die gesamte Szene aufzeichnet, ermöglicht er es, den Bildausschnitt nach dem Flug auszuwählen, von einer Nahaufnahme zu einer Totale zu wechseln, den Blickwinkel zu ändern oder sogar mehrere verschiedene Sequenzen aus einer einzigen Aufnahme zu erstellen.

Diese Arbeitsweise erfordert zwar etwas mehr Zeitaufwand in der Nachbearbeitung, bietet jedoch eine unvergleichliche kreative Freiheit. Während man beim Neo 2 bereits vor dem Start über den Bildausschnitt nachdenken muss, kann man sich beim Avata 360 fast ausschließlich auf die Flugbahn konzentrieren, da die Auswahl der Einstellungen erst später bei der Bearbeitung erfolgt.

Intelligente Modi und Motivverfolgung

Das Neo 2 hat hingegen die Nase vorn, sobald es um die Automatikfunktionen geht. Zusätzlich zu den QuickShots, die bei beiden Modellen vorhanden sind, verfügt es über MasterShots, den Dolly-Zoom, den SelfieShot sowie ein besonders fortschrittliches ActiveTrack. Dieser kann ein Motiv mit einer Geschwindigkeit von bis zu 12 m/s verfolgen, wobei Sie den Verfolgungswinkel, die Entfernung sowie spezielle Profile für Radfahren und Skifahren auswählen können. Zahlreichen verfügbaren Tests zufolge gehört er heute zu den leistungsstärksten Verfolgungssystemen in dieser Drohnenklasse.

Auch die Avata 360 steht dem in nichts nach. Ihr ActiveTrack 360° nutzt die Panoramaaufnahme voll aus, um ein Motiv während des gesamten Fluges im Bild zu halten, und bietet gleichzeitig große Freiheit beim Zuschneiden in der Nachbearbeitung. Dies ist ein anderer Ansatz: Er ist weniger auf sofortige Automatisierung ausgerichtet als vielmehr auf die Flexibilität, die er bei der Bearbeitung bietet.

Erkennung von Hindernissen

Beide Drohnen verfügen über eine omnidirektionale Hinderniserkennung, ergänzt durch einen nach vorne gerichteten LiDAR-Sensor und einen Infrarotsensor an der Unterseite des Geräts. Auf dem Papier sind ihre technischen Daten daher sehr ähnlich.

Der Unterschied liegt vor allem in ihrer Funktionsweise. Beim Neo 2 ist dieser Schutz jederzeit verfügbar, unabhängig vom verwendeten Modus. Beim Avata 360 nutzt die Erkennung die für die 360°-Aufnahme vorgesehenen Kameras und entfaltet daher ihr volles Potenzial in diesem Modus. Im Einzelobjektiv-Modus sind bestimmte Assistenzfunktionen eingeschränkt. In beiden Fällen bieten diese Systeme einen echten Sicherheitsgewinn, doch die Neo 2 behält dank einer gleichmäßigeren Funktionsweise – unabhängig von der Art der Aufnahme – einen leichten Vorteil.

🏆 Neo 2: noch mehr Automatikmodi.
🏆 Avata 360: kreative Freiheit dank 360°-Aufnahmen.

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DJI Avata 360 vs. Neo 2: Bild

DJI Avata 360DJI Neo 2
GondelEinachsige mechanische Gondel (Neigung)Mechanische Gondel mit 2 Achsen (Neigung, Rollen)
Sensoren1/1,1 Zoll1/2 Zoll
ZielFormat entspricht 7,8 mm
Blende f/1,9
FOV 200°.
Format entspricht 16,5 mm
Blende: f/2,2
FOV 119,8°.
Fotoauflösung30 MP / 120 MP12 MP
Max. Videoauflösung360°:
8K mit bis zu 60 fps
6K mit bis zu 60 fps

Einzelobjektiv:
4K mit bis zu 60 fps
2,7K mit bis zu 120 fps
Horizontal: 4K mit bis zu 100 fps

Vertikal: 2,7K mit bis zu 60 fps
ISO-Bereich100 à 12800100 à 12800
Max. Bitrate180 Mb/s80 Mb/s
FotoformatJPEG
DNG (RAW)
JPEG
VideoformatOSV/MP4 (H.265)MP4
FarbprofilNormal
D-Log M
Normal

Kameraausleger, Sensoren und Auflösungen

In technischer Hinsicht verfolgen der DJI Avata 360 und der Neo 2 zwei sehr unterschiedliche Ansätze, die ihrer jeweiligen Philosophie entsprechen.

Der Neo 2 verfügt über eine mechanische 2-Achsen-Gimbal-Halterung (Neigung und Rollbewegung), die darauf ausgelegt ist, eine nach vorne gerichtete Kamera effektiv zu stabilisieren. Der Avata 360 hingegen verfügt lediglich über eine mechanische Ein-Achsen-Gimbal-Halterung. Auf dem Papier mag dies weniger leistungsfähig erscheinen, doch dieser Unterschied lässt sich durch die Funktionsweise erklären: Dank der 360°-Aufnahme werden der Bildausschnitt und ein Teil der Stabilisierung in der Nachbearbeitung gewährleistet. Die Gimbal-Halterung hat daher nicht dieselbe Funktion wie bei einer herkömmlichen Drohne.

Noch deutlicher ist der Unterschied beim Sensor. Die Avata 360 verfügt über zwei 1/1,1-Zoll-CMOS-Sensoren, die jeweils mit einem Ultraweitwinkelobjektiv mit einer Blende von f/1,9 und einem Sichtfeld von 200° kombiniert sind . Die Neo 2 setzt von der Seite aus auf einen 1/2-Zoll-Sensor, der mit einem Objektiv mit einer Brennweite von umgerechnet 16,5 mm, einer Blende von f/2,2 und einem Sichtfeld von 119,8° kombiniert ist . Auf dem Papier verfügt die Avata 360 somit über eine deutlich leistungsstärkere Hardware, insbesondere dank ihrer größeren Sensoren und ihres Panorama-Aufnahmesystems.

Die Unterschiede zeigen sich auch in den vorgeschlagenen Auflösungen. Bei Fotos kann die Avata 360 Bilder mit 30 MP oder 120 MP aufnehmen, wobei die Formate JPEG und DNG (RAW) unterstützt werden. Die Neo 2 beschränkt sich auf JPEG-Fotos mit 12 MP, was ihrer Ausrichtung auf den Massenmarkt entspricht.

Auch bei Videoaufnahmen behält die Avata 360 ihren theoretischen Vorsprung. Im 360°-Modus kann sie mit bis zu 8K bei 60 Bildern pro Sekunde filmen, während ihr Einzelobjektiv-Modus bis zu 4K bei 60 fps oder 2,7K bei 120 fps erreicht. Auf der Seite der Neo 2 erreicht man 4K bei 100 fps im Querformat und 2,7K bei 60 fps im Hochformat. Die Avata 360 verfügt zudem über eine maximale Bitrate von 180 Mb/s – gegenüber 80 Mb/s bei der Neo 2 – sowie über das Farbprofil D-Log M, das mehr Spielraum in der Postproduktion bieten soll.

Bildqualität

In der Praxis sind die Unterschiede in der Bildqualität weniger ausgeprägt, als die technischen Daten vermuten lassen. Bei Tageslicht liefern beide Drohnen Bilder von sehr guter Qualität, auch wenn die Avata 360 von ihrer leistungsstärkeren Hardware profitiert.

Bei guten Lichtverhältnissen überzeugt die Neo 2 durch ihre Bildqualität. Die Bildverarbeitung hat sich im Vergleich zur Vorgängergeneration deutlich verbessert und zeichnet sich durch eine gute Detailtreue, gleichmäßige Schärfe und überzeugende Farben aus. Für Videos, die für soziale Netzwerke oder den privaten Gebrauch bestimmt sind, ist das Ergebnis mehr als zufriedenstellend.Die Avata 360 behält jedoch dank ihrer größeren Sensoren einen leichten Vorteil, die eine natürlichere Wiedergabe, einen besseren Dynamikumfang und mehr Spielraum bieten, insbesondere beim Zuschneiden von 360°-Aufnahmen.

Vor allem bei abnehmender Helligkeit wird der Unterschied am deutlichsten. Dank ihrer 1/1,1-Zoll-Sensoren und einer Blende von f/1,9 bewahrt die Avata 360 in der Regel mehr Details in dunklen Bereichen, erzeugt etwas weniger Bildrauschen und kommt besser mit kontrastreichen Szenen zurecht. Die Neo 2 ist unter guten Bedingungen durchaus brauchbar, doch ihr 1/2-Zoll-Sensor stößt bei sinkender Lichtstärke schneller an seine Grenzen.

Schließlich richten sich die beiden Drohnen in der Postproduktion nicht an dieselbe Zielgruppe. Die Neo 2 legt den Schwerpunkt auf ein Bild, das direkt zum Teilen bereit ist, ohne Flachprofil oder RAW-Format. Die Avata 360 geht mit ihrem D-Log-M-Profil und der Unterstützung von DNG (RAW) bei Fotos noch einen Schritt weiter und bietet mehr Flexibilität bei der Anpassung von Belichtung, Farben oder Dynamik. Ein echtes Plus für Content-Ersteller, die sich bei der Bearbeitung möglichst viel Spielraum bewahren möchten.

🏆 Avata 360: Bessere Bildqualität, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen, und mehr Möglichkeiten bei der Nachbearbeitung.

DJI Avata 360 vs. Neo 2: Pakete und Preise

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DJI Avata 360 Motion Fly More Pack (vollständige FPV-Konfiguration)

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DJI Avata 360DJI Neo 2
Drohne allein459 €239 €
Standardpaket719 €
Fly More Pack939 €
399 €
FPV-Paket939 €
579 €

Beide Drohnen sind in verschiedenen Konfigurationen erhältlich, doch die Neo 2 ist mit einem Einstiegspreis von 239 € gegenüber 459 € für die Avata 360 eindeutig die erschwinglichere Variante.

In beiden Fällen besteht die Möglichkeit, die Drohne einzeln zu erwerben. Bei der Avata 360 richtet sich diese Version in erster Linie an Nutzer, die bereits über eine Fernsteuerung oder ein kompatibles FPV-System verfügen. Die Neo 2 hingegen kann direkt nach dem Auspacken im autonomen Flugmodus eingesetzt oder über die DJI Fly-App gesteuert werden, ohne dass zusätzliche Ausrüstung erforderlich ist.

Die Avata 360 bietet zudem eine Zwischenkonfiguration mit der Fernsteuerung DJI RC 2 an, die für diejenigen gedacht ist, die eine klassische Steuerung nutzen möchten, ohne direkt zum „Fly More“-Bundle überzugehen. Für die Neo 2 gibt es keine Zwischenvariante: Sie wechselt direkt von der Drohne allein zum „Fly More“-Bundle, das eine DJI RC-N3-Fernsteuerung, zwei zusätzliche Akkus (insgesamt drei), eine Ladestation sowie das wichtigste Zubehör enthält.

Die Avata 360 geht jedoch noch einen Schritt weiter und wird im „Fly More“-Bundle mit der DJI RC 2 angeboten, das zudem zwei zusätzliche Akkus (insgesamt drei), eine Ladestation und eine Tragetasche enthält. Ein interessantes Angebot für alle, die das klassische Fliegen bevorzugen und mehr Flüge absolvieren möchten, ohne auf FPV zurückzugreifen.

Beide Modelle werden auch in einem FPV-Paket angeboten, das die DJI Goggles N3, die RC Motion 3, drei Akkus und die Ladestation umfasst. Der Ansatz ist also recht ähnlich, auch wenn sich der Preis deutlich unterscheidet: 579 € für den Neo 2 gegenüber 939 € für den Avata 360.

Letztendlich spiegelt der Preisunterschied die Positionierung der beiden Drohnen recht gut wider. Die Neo 2 setzt vor allem auf ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, während die Avata 360 eine größere Investition erfordert – im Gegenzug für ihre 360°-Kamera, ihre umfangreicheren Sensoren und ihre hochwertigere Ausstattung.

🏆 Neo 2: ein deutlich günstigerer Preis und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Fazit: DJI Avata 360 vs. Neo 2 – welches Modell sollten Sie wählen?

Am Ende dieses Vergleichs wird eines deutlich: Die DJI Avata 360 und die Neo 2 sind für völlig unterschiedliche Anforderungen konzipiert. Bei der Neo 2 steht vor allem die Einfachheit im Vordergrund, mit einer leicht zu bedienenden Steuerung, einer hervorragenden Motivverfolgung und zahlreichen Automatikmodi. Auf der Seite der Avata 360 hingegen setzt sie dank ihrer 360°-Aufnahmen und der zahlreichen Möglichkeiten zur Bildbearbeitung in der Nachbearbeitung auf einen deutlich kreativeren Ansatz.

Wenn es Ihnen vor allem darum geht, Ihre Aktivitäten, Reisen oder Ausflüge schnell zu filmen , ohne stundenlang am Schnitt zu sitzen, ist die Neo 2 wahrscheinlich die beste Wahl. Sie ist leichter, erschwinglicher und einfacher zu bedienen und eignet sich daher sowohl für Anfänger als auch für Nutzer, die eine Drohne suchen, die fast von selbst filmen kann.

Wenn Sie hingegen gerne Ihre Videos selbst gestalten, verschiedene Blickwinkel variieren und das volle Potenzial einer 360°-Aufnahme ausschöpfen möchten, spielt die Avata 360 eindeutig in einer anderen Liga. Sie ist zwar anspruchsvoller und kostspieliger, bietet dafür aber eine bessere Bildqualität, insbesondere bei ungünstigeren Lichtverhältnissen, sowie größere kreative Freiheit bei der Bearbeitung.

Letztendlich ist das Neo 2 dank seines hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses zweifellos die beste Wahl für die Mehrheit der Nutzer. Das Avata 360 richtet sich eher an Enthusiasten und Content-Ersteller, die die Grenzen der Luftaufnahmen erweitern möchten.

Entscheiden Sie sich für den DJI Avata 360, wenn:

  • Sie möchten in 360° filmen und den Bildausschnitt erst nach dem Flug festlegen;
  • Sie haben Freude an der Videobearbeitung und wünschen sich mehr kreative Freiheit;
  • Sie legen Wert auf beste Bildqualität, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen.

Entscheiden Sie sich für den DJI Neo 2, wenn:

  • Sie suchen eine Drohne, die auch ohne Fernbedienung einfach zu bedienen ist;
  • Sie möchten von zahlreichen Automatikmodi und einer hervorragenden Motivverfolgung profitieren;
  • Sie bevorzugen eine leichte, kompakte und leicht zu transportierende Drohne;
  • Sie suchen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

💡 Wenn Sie mehr erfahren möchten, lesen Sie unsere ausführlichen Testberichte zu den beiden Drohnen in diesem Vergleich „DJI Avata 360 vs. Neo 2“:
➡️ Unsere Bewertung zur DJI Avata 360
➡️ Unsere Bewertung zur DJI Neo 2

🛠️ Für Wartungs- und Reparaturarbeiten finden Sie hier alle kompatiblen Teile:
Teile für DJI Avata 360
Teile für DJI Neo 2

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