GoPro MISSION 1 PRO, ausführlicher Test: Das große Comeback von GoPro?
Es hat zwar etwas gedauert, doch nun ist GoPro endlich mit einer neuen Kamerageneration zurück. Nach einer Phase, in der die Marke offenbar Schwierigkeiten hatte, ihr Konzept wirklich zu erneuern, während der Wettbewerb immer stärker wurde, wurde die GoPro MISSION 1 PRO zwangsläufig mit großer Spannung erwartet. Mit ihr schlägt GoPro ein neues Kapitel seiner Geschichte auf und macht deutlich, dass es die Initiative auf einem Markt zurückerobern will, den es lange Zeit dominiert hat. Doch markiert diese MISSION 1 PRO tatsächlich den erhofften Neuanfang? Wie bewährt sie sich in der Praxis und kann sie ihre besonders hochwertige Positionierung rechtfertigen? Design, Bildqualität, Akkulaufzeit, Funktionen und Preis: Wir analysieren die GoPro MISSION 1 PRO aus allen Blickwinkeln, um Ihnen dabei zu helfen, zu entscheiden, ob sie Ihre Investition wert ist.
GoPro MISSION 1 PRO: Das Wichtigste auf einen Blick
Keine Zeit (oder keine Lust 😅), alles zu lesen? Hier sind die wichtigsten Punkte zur GoPro MISSION 1 PRO 👇
- 📐 Ein größeres Format als bei den bisherigen GoPro HERO-Modellen – mit einem Gewicht von 207 g –, jedoch mit einem neuen 2,59-Zoll-OLED-Touchscreen auf der Rückseite und benutzerfreundlicheren Tasten
- 💧 Wasserdicht bis zu 20 Metern ohne Unterwassergehäuse, mit austauschbarem Objektivschutz und drei direkt integrierten Befestigungssystemen
- 🔋 Neuer Enduro-2-Akku mit 2.150 mAh, mit einer angegebenen Laufzeit von über 3 Stunden bei 4K30 und bis zu 1 Stunde 30 Minuten bei 8K30 sowie einer Schnellladefunktion, die den Akku in 27 Minuten auf 80 % auflädt
- ⚡ Neuer GP3-Prozessor, der insbesondere die Reaktionsgeschwindigkeit der Kamera verbessert und für einen schnelleren Start, eine schnellere Navigation sowie einen schnelleren Beginn der Aufzeichnung sorgt
- 🎬 Neue Funktionen, darunter die Modi „Geringe Helligkeit“ und „Tauchen“ sowie eine Motivverfolgung mit Gesichts- und Körpererkennung
- 📱 Open Gate in 8K30 und 4K120, um ein höheres 4:3-Bild aufzunehmen und mehr Freiheit beim anschließenden Zuschneiden Ihrer Videos in horizontaler oder vertikaler Richtung zu haben
- 🎙️ Vier Mikrofone und 32-Bit-Audio mit Gleitkommaupplösung sowie die Möglichkeit, drahtlose Systeme anderer Hersteller, darunter DJI Mic oder Insta360 Mic, über USB-C anzuschließen
- 📷 Neuer 1-Zoll-Sensor mit 50 MP, der Videoaufnahmen in 8K60, 4K240 und 1080p480 ermöglicht; hinzu kommt ein Modus, mit dem punktuell 960 Bilder pro Sekunde bei 1080p erreicht werden können
- 🎨 Eine Bildqualität, die auf dem Markt für Action-Kameras neue Maßstäbe setzt – mit einer natürlicheren und weniger aggressiven Bildbearbeitung als bei einigen Mitbewerbern, deutlichen Verbesserungen bei schlechten Lichtverhältnissen und einem neuen GP-Log2-Profil für die Nachbearbeitung
- 💸 Mit einem Verkaufspreis ab 699,99 € – was etwa dem Doppelten des Preises einiger direkter Konkurrenzmodelle entspricht – gehört sie zu den teuersten Action-Kameras auf dem Markt
📌 Mit ihrem neuen 1-Zoll-Sensor, dem GP3-Prozessor, den deutlich verbesserten Videofunktionen und zahlreichen neuen Features stellt die GoPro MISSION 1 PRO einen echten Bruch mit den letzten HERO-Generationen dar und markiert die Rückkehr von GoPro an die Spitze – allerdings zu einem Preis, der sie vor allem den anspruchsvollsten Nutzern vorbehält.
GoPro MISSION 1 PRO: Design

| Abmessungen (B x H x T) | 80,1 × 52,1 × 44,3 mm |
| Gewicht | 207 g |
| Bildschirme | Rückseite: 2,59-Zoll-OLED-Touchscreen Vorderseite: 1,4-Zoll-LCD |
| Speicherplatz | microSD-Karte mit bis zu 1 TB |
| Betriebstemperatur | -20 °C bis 45 °C |
| Wasserdichtheit | 20 Meter |
Mit Abmessungen von 80,1 x 52,1 x 44,3 mm und einem Gewicht von 207 g ist die GoPro MISSION 1 PRO für ihre Kategorie eine recht imposante Kamera. Sie ist größer und schwerer als die neuesten GoPro HERO-Modelle, aber auch als einige ihrer wichtigsten Konkurrenten wie die DJI Osmo Action 6 oder die Insta360 Ace Pro 2, wobei ihr Objektiv deutlich aus dem Gehäuse herausragt. Damit zählt sie zu den voluminösesten Action-Kameras auf dem Markt, ohne dabei jedoch ihren kompakten Charakter und ihre einfache Transportierbarkeit einzubüßen.
GoPro hat zudem einige kleine Details im Design weiterentwickelt. Die beiden üblichen Tasten sind nun deutlicher hervorgehoben, sodass sie leichter zu erkennen und zu bedienen sind, insbesondere mit Handschuhen. Zudem wurden kleine Öffnungen integriert, damit Wasser abfließen kann und ein Verstopfen der Tasten beim Einsatz unter Wasser verhindert wird. Die MISSION 1 PRO ist ohne Unterwassergehäuse bis zu einer Tiefe von 20 Metern wasserdicht, was bereits den Einsatz bei den meisten Wassersportaktivitäten und sogar bei schönen Tauchgängen ohne zusätzlichen Schutz ermöglicht.
Auf der Rückseite befindet sich nun ein 2,59-Zoll-OLED-Touchscreen, der deutlich größer ist als der 2,27-Zoll-Bildschirm der HERO13 Black. Verschiedene Rückmeldungen weisen zudem auf eine reaktionsschnellere Benutzeroberfläche hin als zuvor. Das vordere, nicht-berührungsempfindliche 1,4-Zoll-LCD-Display behält hingegen die Abmessungen des Modells der HERO13 Black bei. Es ermöglicht die Kontrolle des Bildausschnitts während der Aufnahme sowie den schnellen Zugriff auf die wichtigsten Einstellungen und Aufnahmeinformationen.
Der Objektivschutz ist weiterhin austauschbar und verfügt nach wie vor über eine wasserabweisende Beschichtung, die die Ansammlung von Wassertropfen vor dem Bildfeld verringern soll. GoPro liefert bereits ab der Standardausführung eine abnehmbare Sonnenblende aus Gummi mit, die in erster Linie dazu dient, störende Reflexionen zu reduzieren. Im praktischen Einsatz bietet diese zudem einen willkommenen Schutz rund um das Objektiv und verringert das Risiko von Kratzern oder direkten Stößen.
Auf der Seite der Befestigungsmöglichkeiten knüpft GoPro an die hervorragende Vielseitigkeit früherer Modellgenerationen an und bietet drei direkt in die Kamera integrierte Lösungen: die bewährten GoPro-Halterungen, ein magnetisches Schnellverschlusssystem und ein 1/4-Zoll-Stativgewinde. So lässt sich ganz einfach von einer Konfiguration zur anderen wechseln, ohne dass zahlreiche Adapter erforderlich sind.
Schließlich verfügt die MISSION 1 PRO über keinen internen Speicher: Zur Aufzeichnung Ihrer Aufnahmen ist daher eine microSD-Karte erforderlich, wobei eine maximale Kapazität von 1 TB unterstützt wird.
GoPro MISSION 1 PRO: Akkulaufzeit und Aufladen
| Batterie | Enduro 2 2150 mAh |
| Autonomie | Bis zu 5 Stunden in 1080p bei 30 fps (Endurance-Modus) Mehr als 3 Stunden in 4K bei 30 fps Bis zu 1 Stunde 30 Minuten in 8K bei 30 fps |
| Ladezeit | 27 Minuten bis zu 80 % 60 Minuten bis zu 100 % |
Die MISSION 1 PRO verfügt über einen neuen Enduro-2-Akku mit 2.150 mAh, dessen Kapazität im Vergleich zu früheren GoPro-Akkus deutlich höher ist und auch die der meisten direkten Konkurrenzprodukte übertrifft. Eine gute Nachricht für Nutzer, die bereits über entsprechende Geräte verfügen: Der Akku behält das gleiche Format wie der bisherige Enduro-Akku bei und ist weiterhin mit den Modellen kompatibel, die diesen verwenden, wie beispielsweise die HERO13 Black, während deren Akkus ebenfalls mit der MISSION 1 PRO verwendet werden können.
Diese überragende Leistung in Verbindung mit den Optimierungen der neuen Generation ermöglicht es GoPro, eine besonders beeindruckende Akkulaufzeit anzukündigen: bis zu 5 Stunden Aufnahmezeit in 1080p bei 30 fps im Endurance-Modus, mehr als 3 Stunden in 4K bei 30 fps und bis zu 1 Stunde 30 Minuten in 8K bei 30 fps. Unabhängige Tests bestätigen insgesamt die sehr gute Leistung der Kamera in diesem Bereich, auch wenn die Akkulaufzeit naturgemäß stark von der Auflösung, der Bildfrequenz und den genutzten Funktionen abhängt.
Eine weitere wichtige Neuerung: GoPro setzt nun endlich auf Schnellladung. Mit einem PPS-kompatiblen Ladegerät lässt sich der Akku in nur 27 Minuten zu 80 % aufladen, während eine vollständige Aufladung etwa eine Stunde dauert. Ein besonders willkommener Fortschritt im Einsatz, da nun bereits eine kurze Pause ausreicht, um einen Großteil der verfügbaren Akkulaufzeit wiederherzustellen.
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GoPro MISSION 1 PRO: Funktionen
| Fotomodi | Einzelbild (Nachtmodus), Intervall, Serienaufnahme |
| Videomodi | Video, Schwache Beleuchtung, Zeitlupe, Zeitlupen-Serienaufnahme, HLG HDR, Motivverfolgung, Schleife, Akkulaufzeit |
| Zeitraffer-Modi | Zeitraffer / Nacht-Zeitraffer (in Bewegung oder auf einem festen Stativ), Sternspuren, Light Painting, Fahrzeuglichtspuren |
| Audio-Modi | Stereo |
Das Herzstück der MISSION 1 PRO bildet der neue GP3-Prozessor, der nicht nur die Rechenleistung der Kamera steigert, sondern auch deren allgemeine Reaktionsgeschwindigkeit verbessert: Die Navigation in den Menüs, das Hochfahren sowie das Starten der Aufzeichnung erfolgen schneller als bei den Vorgängergenerationen.
Foto- und Videomodus
Die MISSION 1 PRO bietet zahlreiche Modi, die auf unterschiedliche Situationen zugeschnitten sind, darunter „Geringe Helligkeit“, „HLG HDR“, „Loop“ und „Ausdauer“. Liebhaber von Zeitrafferaufnahmen finden zudem „TimeWarp“, „Zeitraffer bei Nacht“, „Sternspuren“, „Light Painting“ und „Fahrzeuglichtspuren“.
Diese Generation bietet vor allem mehrere neue Spezialmodi . Der Modus „Geringe Helligkeit“ passt die Bildverarbeitung automatisch an dunkle Szenen an, um das Bildrauschen zu reduzieren und gleichzeitig die Details so weit wie möglich zu erhalten. Zudem wird ein Tauchmodus eingeführt, der insbesondere den Weißabgleich und den Kontrast unter Wasser anpasst und gleichzeitig die Bildstabilisierung an diese Art der Aufnahme abstimmt.
„Open Gate“ und Weiterverfolgung des Themas
Eine weitere wichtige Neuerung: GoPro setzt erstmals aufOpen Gate. Anstatt direkt im herkömmlichen Breitbildformat aufzunehmen, kann die MISSION 1 PRO ein höheres 4:3-Bild nutzen – bis zu 8K bei 30 fps oder 4K bei 120 fps. Der Vorteil zeigt sich vor allem bei der Bearbeitung: Eine einzige Sequenz bietet deutlich mehr Spielraum, um anschließend ein horizontales Video im Format 16:9, ein vertikales Video im Format 9:16 zu erstellen oder verschiedene Ausschnitte zu wählen, ohne jedes Format bereits bei der Aufnahme vorwegnehmen zu müssen. Zudem ist es möglich, Standbilder mit bis zu 44,2 MP aus einem 8K-Open-Gate-Video zu extrahieren.
Die MISSION 1 PRO führt zudem die Motivverfolgung direkt in der Kamera ein. Dank der Gesichts- und Körpererkennung kann die Kamera ein Motiv identifizieren und den Bildausschnitt automatisch anpassen, um es auch bei Bewegungen im Bild zu halten. Eine besonders interessante Funktion für Vlogs, Soloaufnahmen oder Sequenzen, bei denen es nicht möglich ist, den Bildausschnitt ständig zu kontrollieren.
Audio
GoPro legt zudem größeren Wert auf die Audioqualität und verfügt über vier integrierte Mikrofone, die unter anderem mit einer Windgeräuschunterdrückung und einer Richtmikrofonaufnahme ausgestattet sind. Die Kamera kann mehrere Audiospuren aufnehmen, was Ihnen bei der Bearbeitung mehr Möglichkeiten bietet.
Die MISSION 1 PRO unterstützt vor allem 32-Bit-Audio im Gleitkommaformat – ein Format, das besonders dann von Interesse ist, wenn der Lautstärkepegel stark schwankt, da es deutlich mehr Spielraum bietet, um bei der Bearbeitung eine zu laut oder zu leise aufgenommene Tonaufnahme anzupassen.
Schließlich ermöglicht der USB-C-Anschluss den direkten Anschluss des Empfängers eines kompatiblen drahtlosen Mikrofons, einschließlich Modellen von Mitbewerbern wie denen der Serien DJI Mic oder Insta360 Mic. Kreative, die bereits über entsprechende Ausrüstung verfügen, sind daher nicht gezwungen, auf ein neues Audio-Ökosystem umzusteigen, um ihre Geräte mit der MISSION 1 PRO zu nutzen.
GoPro MISSION 1 PRO: Bild
| Sensor | 1 Zoll |
| Ziel | 15–27 mm, f/2,5 |
| Fotoauflösung | 12 MP, 50 MP |
| Videoauflösung | 8K mit bis zu 60 fps 4K mit bis zu 240 fps 1440p mit bis zu 480 fps 1080p mit bis zu 480 fps |
| Fotoformat | .JPG (Standard), .GPR (RAW) |
| Videoformat | .MP4 |
| Farbprofile | Leuchtend, Natürlich, Filmisch, Neutral, GP-Log2 |
| Maximale Videobitrate | 240 Mbit/s |
| ISO-Bereich | Video: 25 bis 6.400. Foto: 100 bis 3.200 |
Sensor und Auflösung
Hier liegt wahrscheinlich eine der wichtigsten Weiterentwicklungen der MISSION 1 PRO. GoPro verzichtet auf den kleinen Sensor seiner bisherigen Action-Kameras zugunsten eines neuen 1-Zoll-Sensors mit 50 MP, der mit einem Objektiv mit einer Blende von f/2,8 kombiniert ist. Auf dem Papier ist dies eine bedeutende Weiterentwicklung, insbesondere um die Lichtempfindlichkeit und die Leistung unter schwierigeren Bedingungen zu verbessern.
Auch die maximale Auflösung macht einen großen Sprung nach vorne, da die Kamera nun in 8K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen kann – im Vergleich zu 5,3K bei der HERO13 Black. Die Auswahl an Auflösungen wurde zudem vereinfacht: Die bisherigen Formate 5,3K und 2,7K entfallen, und man wählt nun hauptsächlich zwischen 1080p, 4K und 8K, zu denen noch 1440p im 4:3-Format hinzukommt. Das 8:7-Format der bisherigen GoPro-Modelle weicht ebenfalls dem 4:3-Format, das insbesondere im neuen Open-Gate-Modus zum Einsatz kommt, über den wir bereits berichtet haben.
Fans von Zeitlupenaufnahmen kommen besonders auf ihre Kosten. Die MISSION 1 PRO erreicht 240 ips in 4K und 480 ips in 1080p, wobei weiterhin Zugriff auf die wichtigsten erweiterten Einstellungen wie 10-Bit-Aufzeichnung oder GP-Log2 besteht. Der Zeitlupen-Serienbildmodus ermöglicht es sogar, punktuell für 10 Sekunden bis zu 960 ips in 1080p zu erreichen, um eine bis zu 32-fache Zeitlupe zu erzielen.
GoPro ermöglicht zudem eine Videobitrate von bis zu 240 Mbit/s, wodurch auch bei besonders anspruchsvollen Aufnahmen mehr Informationen erfasst werden können – allerdings auf Kosten besonders großer Dateien.
Dieser große Sensor bringt jedoch einen Kompromiss mit sich: Die minimale Fokussierentfernung erhöht sich deutlich und liegt bei etwa 60 cm. Motive, die sich sehr nahe am Objektiv befinden, können daher unscharf erscheinen – dies sollten Sie bei Vlogs aus nächster Nähe oder bei Aufnahmen kleiner Objekte berücksichtigen.
Bildqualität
Bei guten Lichtverhältnissen liefert die MISSION 1 PRO einige der besten Bilder, die derzeit mit einer Action-Kamera erzielt werden können. Die Detailgenauigkeit ist hoch, doch vor allem die von GoPro gewählte Bildbearbeitung macht den Unterschied aus. Im Gegensatz zu einigen Mitbewerbern ist die Marke weniger darauf bedacht, sofort ein stark kontrastreiches und spektakuläres Bild zu erzeugen, und bietet stattdessen eine im Allgemeinen natürlichere und weniger „digitale“ Darstellung .
Vergleiche mit der DJI Osmo Action 6 und der Insta360 Ace Pro 2 veranschaulichen diesen Unterschied in der Philosophie sehr gut. Letztere wirken auf den ersten Blick manchmal schärfer oder kontrastreicher, während die GoPro eher auf Nuancen und eine weniger aggressive Bildbearbeitung setzt. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie ihre Konkurrenten systematisch übertrifft: Je nach Aufnahmesituation und verwendeten Einstellungen sind die Unterschiede manchmal recht gering, und welche Wiedergabe man bevorzugt, hängt auch vom persönlichen Geschmack ab.
Auch bei schlechten Lichtverhältnissen sind deutliche Fortschritte zu verzeichnen. Der neue Modus „Geringe Helligkeit“ greift stärker in das Bild ein, um das Rauschen zu reduzieren und die Bildqualität zu verbessern, doch GoPro verfolgt dabei weiterhin einen relativ zurückhaltenden Ansatz. Im Vergleich zu den Nachtmodi einiger Mitbewerber mag das Bild dadurch zwar dunkler, wirkt aber auch natürlicher, ohne dass systematisch versucht wird, eine Nachtszene in eine künstlich beleuchtete Szene zu verwandeln. Die verschiedenen verfügbaren Testaufnahmen zeigen eine deutliche Verbesserung gegenüber der HERO13 Black und reihen GoPro unter diesen Bedingungen nun zu den besten Action-Kameras ein.
Schließlich bietet die MISSION 1 PRO mehrere Farbprofile – „Lebhaft“, „Natürlich“, „Kino“, „Neutral“ und „GP-Log2“ – , mit denen Sie die Bildwiedergabe direkt an Ihre Vorlieben anpassen können. Das neue GP-Log2-Profil ist noch flacher als das GP-Log der HERO13 Black und richtet sich vor allem an Nutzer, die ihre eigene Farbkorrektur vornehmen möchten. In Kombination mit der 10-Bit-Aufnahme bietet es einen deutlich größeren Spielraum in der Postproduktion, während das Profil „Kino“ eine interessante Alternative darstellt, um direkt ein ausgefeilteres Ergebnis zu erzielen, ohne so viel Zeit bei der Bearbeitung aufwenden zu müssen.
GoPro MISSION 1 PRO: Pakete und Preise

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| Standardpaket | 699,99 € |
|
| Grip-Paket | 779,99 € |
|
| Andere Themenpakete | Von 739,99 € bis 1.199,99 € |
Die GoPro MISSION 1 PRO ist im Standardpaket zum Preis von 699,99 € erhältlich. Dieses umfasst die Kamera, einen Enduro-2-Akku, die abnehmbare Sonnenblende sowie das wichtigste Zubehör, das Sie für den Einstieg benötigen, darunter eine gewölbte Klebehalterung, eine Befestigungsschlaufe und ein USB-C-Kabel.
Für 779,99 € umfasstdie „Grip Edition“ den gesamten oben genannten Inhalt und ergänzt diesen vor allem um den „Kompaktkamera-Griff“ samt Trageband und Transporttasche. Dieser Griff bietet ein Griffgefühl, das dem einer herkömmlichen Kamera näher kommt, und erweist sich insbesondere als vorteilhaft für Freihandaufnahmen, beim Vloggen oder einfach dann, wenn die Kamera nicht auf einem Stativ befestigt ist.
GoPro bietet zudem eine ganze Reihe von Paketen für unterschiedliche Einsatzzwecke an, deren Preise zwischen 739,99 € und 1.199,99 € liegen . Die speziell für das Tauchen, Mountainbiken oder den Motorsport konzipierten Editionen umfassen die Kamera zusammen mit den für die jeweilige Aktivität geeigneten Halterungen und Schutzvorrichtungen. Die deutlich teureren Creator Editions richten sich eher an Kreative, die eine komplette Ausrüstung rund um die Kamera wünschen, darunter insbesondere Lösungen für Audio, Beleuchtung und Handhabung.
Was das Zubehör betrifft, so behält die MISSION 1 PRO die Befestigungssysteme der Vorgängermodelle der GoPro bei, sodass viele bereits vorhandene Halterungen, Gurte oder Befestigungen für Helme und Fahrräder wiederverwendet werden können. Allerdings sind die Objektivzubehörteile der HERO13 Black aufgrund des neuen Sensors und vor allem der abweichenden Bauweise des Objektivmoduls nicht kompatibel. Spezielle ND-Filter für die MISSION 1 PRO sind bereits erhältlich, doch das optische Zubehörangebot ist derzeit noch weniger umfangreich als bei den Vorgängergenerationen.
Fazit zur GoPro MISSION 1 PRO: Sollte man sich diese Kamera zulegen?
Mit der MISSION 1 PRO gelingt GoPro eindeutig die Erneuerung, die seine Produktreihe benötigte. Es handelt sich nicht um eine bloße Weiterentwicklung der HERO13 Black: ein neuer 1-Zoll-Sensor, der GP3-Prozessor, 8K bei 60 fps, deutlich anspruchsvollere Zeitlupenaufnahmen, Open Gate, Motivverfolgung, eine längere Akkulaufzeit, Schnellladefunktion sowie neue Audiofunktionen… Die Weiterentwicklungen betreffen diesmal praktisch alle Aspekte der Kamera.
Die Bildqualität ist natürlich eines der wichtigsten Verkaufsargumente. Die MISSION 1 PRO liefert eine detailreiche und besonders natürliche Bildwiedergabe, wobei die Bildbearbeitung im Allgemeinen weniger aggressiv ist als bei einigen Mitbewerbern, während sie sich bei schlechten Lichtverhältnissen deutlich verbessert. Für besonders anspruchsvolle Anwender stehen zudem das neue GP-Log2, 10-Bit-Aufnahmen und eine Datenrate von bis zu 240 Mbit/s zur Verfügung, um ihre Aufnahmen in der Postproduktion noch besser nutzen zu können.
Allerdings ist nicht alles perfekt. Die Kamera ist sperriger und schwerer als die meisten ihrer Konkurrenten, ihr großer Sensor erhöht die Naheinstellgrenze deutlich, und bestimmte optische Zubehörteile früherer GoPro-Modelle sind nicht mehr kompatibel. Ihr größtes Manko ist jedoch wahrscheinlich nach wie vor die besonders hohe Preispositionierung: Die MISSION 1 PRO kostet etwa doppelt so viel wie einige ihrer direkten Konkurrenten, was die Investition zu einer besonders erheblichen macht.
Dennoch benötigte GoPro einen echten Durchbruch, um wieder in den Vordergrund zu rücken, und die MISSION 1 PRO stellt zweifellos einen enormen Sprung nach vorne gegenüber den letzten HERO-Modellen dar. Sie übertrifft ihre Konkurrenten zwar nicht in jeder Situation, doch ihre hervorragenden Bilder, ihre Videoleistung, ihre Akkulaufzeit und die Bandbreite ihrer Funktionen machen sie zu einer der derzeit umfassendsten und ambitioniertesten Action-Kameras.
Für wen ist die GoPro MISSION 1 PRO gedacht?
Die MISSION 1 PRO richtet sich in erster Linie an anspruchsvolle Anwender, Content-Ersteller und Bildbegeisterte, die bereit sind, ihre fortschrittlichen Funktionen voll auszuschöpfen. Ihre 8K-Auflösung, hohe Bildraten, Open Gate, GP-Log2, 32-Bit-Audio mit Gleitkomma sowie ihre zahlreichen Bearbeitungsmöglichkeiten kommen besonders für diejenigen zum Tragen, die über eine gelegentliche Nutzung hinausgehen möchten.
Wenn Sie lediglich Ihren Urlaub, Ihre Radtouren oder einige sportliche Aktivitäten filmen möchten, ohne das Filmmaterial nachbearbeiten zu müssen, lässt sich eine solche Investition weitaus schwerer rechtfertigen. Deutlich günstigere Action-Kameras bieten bereits eine hervorragende Bildqualität und könnten daher eine sinnvollere Wahl darstellen, auch für viele Nutzer, die die erweiterten Funktionen der MISSION 1 PRO niemals wirklich ausschöpfen werden.
Ich besitze bereits eine GoPro HERO13 Black: Sollte ich auf die MISSION 1 PRO umsteigen?
Der Umstieg auf die MISSION 1 PRO lässt sich wesentlich leichter rechtfertigen als bei den letzten jährlichen Weiterentwicklungen der HERO-Produktreihe. Der 1-Zoll-Sensor, der 8K60, Zeitlupenaufnahmen bis zu 4K240, Open Gate, die Fortschritte bei schlechten Lichtverhältnissen, der neue Prozessor, die längere Akkulaufzeit und die Schnellladefunktion stellen einen echten Generationswechsel dar.
Dennoch bleibt die HERO13 Black eine hervorragende Action-Kamera. Wenn sie Ihre Anforderungen bereits perfekt erfüllt und Sie hauptsächlich in 4K unter guten Lichtverhältnissen filmen, ist ein Austausch nicht unbedingt erforderlich, zumal der Umstieg auf die MISSION 1 PRO eine erhebliche Investition darstellt. Ein Upgrade wird deutlich interessanter, wenn Sie eine bessere Bildqualität, mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung, eine bessere Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen oder die neuen Möglichkeiten suchen, die der Sensor und die Videomodi bieten.
💡 Lesen Sie auch
➡️ Möchten Sie mehr über die Vorgängergeneration erfahren? Lesen Sie unseren ausführlichen Testbericht zur GoPro HERO13 Black.
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